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Zwei-Tages-Seminar · Termin nach Absprache

Inhouse-Training

Persönlichkeit und Marketing

Wer Menschen führt, bringt sich selbst ins Spiel

Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Persönlichkeit und Gestaltungskraft. Die Teilnehmenden untersuchen, wie ihre Haltung, ihre biografischen Erfahrungen und ihre Kompetenzen das Führungshandeln prägen. Persönliches Marketing bedeutet dabei, den eigenen Beitrag zur Zusammenarbeit bewusst zu gestalten und für andere nachvollziehbar zu machen.

  • Termin nach Absprache
  • 2 Tage
  • max. 4 Teilnehmer
  • Karben bei Frankfurt
  • 985 € zzgl. gesetzl. MwSt.
Eine Gestalt steht im Mittelpunkt, Bögen weiten sich nach beiden Seiten — Persönlichkeit, die nach außen wirkt.

Auf einen Blick

Dauer
2 Tage
Ort
Karben bei Frankfurt
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Menschen, die Führungsverantwortung tragen und sich mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Haltung und ihrer Wirkung auf andere auseinandersetzen möchten. Angesprochen sind Geschäftsführer, Bereichs- und Abteilungsleiter sowie Team- und Projektverantwortliche, die ihre Zusammenarbeit mit Menschen bewusster gestalten wollen. · Ebenso eignet sich das Seminar für Nachwuchsführungskräfte, die ein eigenes Führungsverständnis entwickeln und ihren persönlichen Standort klären möchten. Auch Verantwortliche, die ohne formale Vorgesetztenfunktion Menschen zusammenführen, Ideen vermitteln und gemeinsame Vorhaben voranbringen, finden passende Anregungen.
Inhalte
Block 1 – Die eigene Geschichte führt mit – Prägungen, Motive und Menschenbild · Block 2 – Haltung gibt Richtung – Das persönliche Leitbild der Führung · Block 3 – Wie ich mich sehe – Wie andere mich erleben · Block 4 – Vom Gedanken zum Konzept – Kreativität und konzeptionelle Führung
Termin
Termin nach Absprache · Alle Seminartermine

Darum geht es

Der Begriff des persönlichen Marketings wird im Seminar weit gefasst. „Machen, gestalten, entwickeln, darstellen, erfinden und lösen“ dienen dabei als inhaltliche Annäherung an ein aktives Verständnis von Marketing, nicht als sprachgeschichtliche Herleitung des Wortes.

In diesem Verständnis bedeutet persönliches Marketing, die eigenen Fähigkeiten und Vorstellungen so in die Zusammenarbeit einzubringen, dass ihr Beitrag für andere erkennbar und nutzbar wird. Dazu gehören konzeptionelles Denken, Kreativität, das Entwickeln von Lösungen und die Fähigkeit, Menschen für gemeinsame Vorhaben zu gewinnen.

Eine Führungskraft gestaltet damit das Bild, das andere von ihr gewinnen: durch ihre Sprache, ihre Entscheidungen, ihre Ideen und ihr Verhalten. Ihre persönliche Darstellung erhält ihre Glaubwürdigkeit durch die Übereinstimmung von Anspruch und täglichem Handeln.

Eine wertschätzende Haltung wird beispielsweise daran erkennbar, wie eine Führungskraft zuhört, Kritik formuliert oder Verantwortung überträgt. Kreativität zeigt sich darin, ob sie neue Fragen stellt, Handlungsmöglichkeiten eröffnet und andere zum Mitdenken einlädt. Konzeptionelles Denken verbindet einzelne Beobachtungen zu einem nachvollziehbaren Zusammenhang.

Eine Führungskraft erkennt Entwicklungen, setzt Prioritäten und übersetzt Ideen in gemeinsame Aufgaben. Ihre persönliche Wirkung entsteht dabei auch durch ihre Fähigkeit, Gedanken verständlich darzustellen und deren Bedeutung für andere zu verdeutlichen.

Soziale Kontakte und Konsensfähigkeit bilden eine weitere Verbindung. Menschen zusammenzuführen verlangt, unterschiedliche Interessen wahrzunehmen, Spannungen auszuhalten und tragfähige Vereinbarungen zu entwickeln. Konsens bedeutet dabei, eine gemeinsame Grundlage für das Handeln zu schaffen.

Das Programm

Das Seminar verbindet die Reflexion biografischer Prägungen, persönlicher Haltung und des eigenen Führungsverständnisses mit der bewussten Gestaltung von Selbstbild, Auftreten und Wirkung. Im Mittelpunkt stehen konzeptionelles Denken, Kreativität, ermutigende Führung und die Fähigkeit, Beziehungen und Konsens zu entwickeln sowie eigene Kompetenzen und Ideen als erkennbaren Beitrag zur Zusammenarbeit einzubringen.

  1. Tag 1

    Block 1 – Die eigene Geschichte führt mit – Prägungen, Motive und Menschenbild
    • Wer führt, handelt auch aus seiner persönlichen Geschichte heraus. Die Teilnehmenden untersuchen, welche Erfahrungen ihre Haltung zu Leistung, Verantwortung, Anerkennung und Autorität geprägt haben und wie diese im Führungsalltag wirksam werden.
    • Biografische Erfahrungen und ihre Bedeutung für das eigene Führungsverhalten.
    • Persönliche Überzeugungen über Menschen, Zusammenarbeit und Leistung.
    • Das Bedürfnis nach Anerkennung, Sicherheit, Einfluss und Zugehörigkeit.
    • Wiederkehrende Verhaltensmuster bei Druck, Kritik und Unsicherheit.
    • Eigene Stärken und die Situationen, in denen sie zur Begrenzung werden.
    • Arbeitsweise: Angeleitete biografische Reflexion, freiwilliger Austausch zu zweit und Analyse einer persönlichen Führungssituation.
    • Ziel: Eigene Handlungsmuster besser verstehen und erkennen, wo bewusste Entscheidungen neue Möglichkeiten eröffnen.
    • Spielerisches Element 1 · Stärken entdecken (15 Minuten): Die Teilnehmenden suchen in wechselnden Zweiergesprächen Beispiele für Fähigkeiten wie Zuhören, Ermutigen oder Strukturieren. Jede Person notiert eine Stärke des Gegenübers mit einem konkreten Verhaltensbeispiel. Anschließend betrachtet die Gruppe, welche Fähigkeiten sie gemeinsam einbringen kann. Auswertung: Welche Fähigkeiten werden sichtbar, wenn wir einander aufmerksam zuhören?
    • Motivationsstrategie 1 · Eigenes Lernziel und Wahlmöglichkeit (10 Minuten): Jede Person benennt eine aktuell bedeutsame Führungsfrage und wählt eine passende Aufgabe für die weitere Arbeit. Das Lernziel wird als beobachtbares Verhalten formuliert, etwa: „Ich frage nach, bevor ich einen Vorschlag bewerte.“ Transfer: Die Teilnehmenden prüfen ihr selbst gewähltes Ziel am Ende jedes Tages.
  2. Block 2 – Haltung gibt Richtung – Das persönliche Leitbild der Führung
    • Haltung zeigt sich dort, wo eine Entscheidung unbequem wird oder unterschiedliche Erwartungen aufeinandertreffen. Die Teilnehmenden klären, wofür sie stehen und wie daraus eine verlässliche Orientierung für andere entsteht.
    • Eigene Werte und ihre Bedeutung für konkrete Führungsentscheidungen.
    • Anspruch und Wirklichkeit: Wo stimmen Überzeugung und Verhalten überein?
    • Verantwortung übernehmen, Grenzen setzen und Widerspruch zulassen.
    • Ermutigung als Ausdruck eines entwicklungsorientierten Menschenbildes.
    • Ein persönliches Leitbild formulieren und seine Leitfunktion im Alltag bestimmen.
    • Arbeitsweise: Werteklärung, Arbeit an Entscheidungsdilemmata und Entwicklung eines persönlichen Führungsleitbildes.
    • Ziel: Eine reflektierte Führungsposition entwickeln, die auch unter Belastung Orientierung bietet.
    • Kreativitätstechnik 1 · Die Frage umkehren (20 Minuten): Kleingruppen sammeln Antworten auf die Frage: „Wie würden wir zuverlässig erreichen, dass Mitarbeitende ihre Ideen für sich behalten?“ Anschließend kehren sie die Antworten in konkrete, ermutigende Gesprächsweisen um und wählen zwei davon zum Erproben aus. Auswertung: Welche unserer üblichen Formulierungen öffnen oder verschließen Gespräche?
    • Interaktives Lernelement 1 · Erst denken, dann austauschen (15 Minuten): Jede Person formuliert zunächst allein einen Leitsatz zur eigenen Führung und ein dazu passendes Verhalten. Zu zweit werden Widersprüche und Beispiele geprüft. Im Plenum werden gemeinsame Grundgedanken gesammelt; jede Person überarbeitet ihren eigenen Leitsatz. Lernergebnis: Ein persönlicher Leitsatz mit einem überprüfbaren Verhaltensbeispiel.
  3. Block 3 – Wie ich mich sehe – Wie andere mich erleben
    • Das eigene Selbstbild ist eine wichtige Grundlage der Führung. Für die Zusammenarbeit ist zugleich entscheidend, welche Erfahrungen andere tatsächlich mit der Führungskraft machen. Dieser Block untersucht das Verhältnis zwischen beabsichtigter und wahrgenommener Wirkung.
    • Selbstbild, Fremdbild und persönliche blinde Flecken.
    • Die Wirkung von Sprache, Körpersprache und emotionalen Reaktionen.
    • Persönliche Darstellung zwischen Zurückhaltung und Geltungsbedürfnis.
    • Glaubwürdigkeit durch die Übereinstimmung von Aussage und Handlung.
    • Feedback aufnehmen und für die eigene Entwicklung nutzen.
    • Arbeitsweise: Kurze Gesprächssimulationen, strukturiertes Wirkungsfeedback und Reflexion konkreter Verhaltensbeispiele.
    • Ziel: Die eigene Wirkung genauer einschätzen und Ansatzpunkte für eine glaubwürdige persönliche Darstellung gewinnen.
    • Kreativitätstechnik 2 · Eine Botschaft in drei Fassungen (20 Minuten): Dreiergruppen bearbeiten dieselbe kritische Führungsaussage, etwa: „Sie bringen sich zu wenig ein.“ Sie entwickeln eine fragende, eine bildhafte und eine lösungsorientierte Fassung. In kurzen Dialogen prüfen sie, welche Fassung Klarheit schafft und das Gegenüber beteiligt. Auswertung: Welche Absicht wird hörbar und welche Wirkung beschreibt das Gegenüber?
    • Spielerisches Element 2 · „Ja, und“ (10 Minuten): Zu zweit planen die Teilnehmenden eine kleine gemeinsame Aktion. In einer ersten Runde beginnen Antworten mit „Ja, aber“; in der zweiten mit „Ja, und“. Die Gruppe vergleicht, wie sich Gesprächsfluss und Ideen verändern, und benennt anschließend berechtigte Einwände. Transfer: Ideen zunächst weiterentwickeln und danach gemeinsam kritisch prüfen.
  4. Tag 2

    Block 4 – Vom Gedanken zum Konzept – Kreativität und konzeptionelle Führung
    • Persönliches Marketing erhält Substanz durch den Beitrag, den eine Führungskraft leistet. Dazu gehört die Fähigkeit, Fragen neu zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen und aus Ideen tragfähige Vorhaben zu entwickeln.
    • Beobachtungen ordnen und zentrale Herausforderungen erkennen.
    • Symptome von zugrunde liegenden Problemen unterscheiden.
    • Gewohnte Denkwege überprüfen und neue Perspektiven entwickeln.
    • Ideen nach Nutzen, Machbarkeit und Konsequenzen beurteilen.
    • Konzepte verständlich darstellen und andere für ihre Weiterentwicklung gewinnen.
    • Arbeitsweise: Kreativitätsübungen und Konzeptwerkstatt zu einer konkreten Herausforderung aus dem Führungsalltag.
    • Ziel: Als Impulsgeber wirken und aus einer Idee ein nachvollziehbares, gemeinsam bearbeitbares Konzept entwickeln.
    • Kreativitätstechnik 3 · Stille Ideensammlung mit Weitergabe (25 Minuten): Zu einer konkreten Kommunikationsfrage schreibt jede Person drei Ideen auf Karten. Die Karten werden zweimal weitergegeben und jeweils ergänzt. Erst danach werden die Vorschläge erläutert, thematisch geordnet und nach Nutzen und Umsetzbarkeit ausgewählt. Lernergebnis: Eine gemeinsame Ideensammlung, an der sich alle zunächst unabhängig beteiligen.
    • Interaktives Lernelement 2 · Galerie der Konzepte (20 Minuten): Kleingruppen stellen ihre Konzeptskizzen aus. Andere ergänzen schriftlich eine Verständnisfrage, eine Stärke und eine Entwicklungsidee. Die Urhebergruppen prüfen die Rückmeldungen und überarbeiten ihre Skizze; eine Punktabfrage unterstützt die Auswahl eines nächsten Schritts. Transfer: Ideensammlung, gemeinsame Bewertung und Entscheidung werden als getrennte Schritte erprobt.
  5. Block 5 – Menschen gewinnen – Beziehungen, Ermutigung und Konsens gestalten
    • Führung entfaltet sich in Beziehungen. Wer Zusammenarbeit gestalten will, muss Interessen verstehen, Unterschiede ansprechen und Menschen darin stärken, ihren eigenen Beitrag zu leisten.
    • Soziale Kontakte bewusst aufbauen und Vertrauen durch Verlässlichkeit fördern.
    • Interessen, Bedürfnisse und Erwartungen im Gespräch erschließen.
    • Menschen ermutigen, ohne Schwierigkeiten zu übergehen.
    • Unterschiedliche Standpunkte zusammenführen und tragfähige Vereinbarungen entwickeln.
    • Klar entscheiden, wenn ein Konsens nicht erreichbar ist.
    • Arbeitsweise: Gesprächsübungen, Perspektivwechsel und eine moderierte Fallarbeit zu widerstreitenden Interessen.
    • Ziel: Beziehungen tragfähig gestalten und Verbindlichkeit mit Beteiligung und Eigenverantwortung verbinden.
    • Spielerisches Element 3 · Gemeinsam eine Brücke bauen (25 Minuten): Teams bauen aus Papier und Klebeband eine frei stehende Brücke über einen Spalt von 20 Zentimetern. Sie soll zehn Büroklammern tragen; Material und Bauzeit sind für alle gleich. Nach einer kurzen Planungsphase bauen die Teams und testen ihr Ergebnis. Auswertung: Wie wurden Ideen gehört, Rollen vereinbart, Entscheidungen getroffen und Rückschläge bearbeitet?
    • Motivationsstrategie 2 · An gelungene Zusammenarbeit anknüpfen (15 Minuten): Nach einem kurzen Wechsel des Arbeitsplatzes erinnert sich jedes Team an eine gelungene Zusammenarbeit. Es benennt hilfreiche Verhaltensweisen und wählt eine davon für eine zweite kurze Arbeitsrunde. Anschließend vergleicht das Team, was sich beobachten ließ. Transfer: Vorhandene Stärken als Ausgangspunkt für einen konkreten neuen Versuch nutzen.
  6. Block 6 – Profil entsteht im Handeln – Persönliches Marketing als Führungsaufgabe
    • Im Abschlussblock werden Persönlichkeit, Haltung und Gestaltungskompetenz zusammengeführt. Die Teilnehmenden entwickeln ein persönliches Profil, das ihren Beitrag zur Zusammenarbeit beschreibt und sich im Alltag überprüfen lässt.
    • Positionierung: Wofür stehe ich als Führungskraft?
    • Nutzen: Welchen konkreten Beitrag leiste ich für Menschen und Organisation?
    • Profil: Welche Kompetenzen und Verhaltensweisen sollen meine Führung kennzeichnen?
    • Kommunikation: Wie mache ich Ideen, Leistungen und Erwartungen nachvollziehbar?
    • Entwicklung: Welche nächsten Schritte bringen mein Leitbild und mein Handeln näher zusammen?
    • Arbeitsweise: Entwicklung eines persönlichen Führungsprofils, Kurzpräsentation mit Feedback und verbindlicher Transferplan.
    • Ziel: Ein klares Führungsprofil formulieren und drei konkrete Entwicklungsschritte für die kommenden sechs Wochen festlegen.
    • Motivationsstrategie 3 · Kleine Schritte und sichtbarer Fortschritt (15 Minuten): Jede Person übersetzt ihr Entwicklungsziel in ein Vorhaben für die nächsten sieben Tage. Sie legt einen Auslöser, einen ersten Schritt und ein erkennbares Fortschrittsmerkmal fest. Ein Lernpartner vereinbart einen kurzen Austausch nach zwei und nach sechs Wochen. Beispiel: Wenn im Teamgespräch ein Einwand kommt, stelle ich zunächst eine offene Frage.
    • Interaktives Lernelement 3 · Erklären, anwenden, rückmelden (20 Minuten): Die Teilnehmenden erklären einem Lernpartner eine ausgewählte Methode in eigenen Worten. Der Partner wendet sie auf einen neuen Führungsfall an. Gemeinsam prüfen beide, was verständlich war, was fehlte und wie die Methode im eigenen Team eingesetzt werden kann. Lernergebnis: Ein persönlicher Transferplan und eine selbst erläuterte Methode für den Führungsalltag.

Zentrale Inhalte

  • Persönlichkeit und biografische Prägungen – Die eigene Lebensgeschichte, prägende Vorbilder und persönliche Erfahrungen bilden den Ausgangspunkt der Selbstreflexion. Betrachtet werden Überzeugungen über Leistung, Verantwortung, Anerkennung und Autorität sowie wiederkehrende Verhaltensmuster unter Druck. Eine individualpsychologisch orientierte Reflexion richtet den Blick auf Zugehörigkeit, Ermutigung und den eigenen Beitrag zur Gemeinschaft. Im Austausch entdecken die Teilnehmenden persönliche Stärken und prüfen, welche ihrer gewohnten Reaktionen Entwicklung fördern oder begrenzen.
  • Haltung und persönliches Führungsleitbild – Die Teilnehmenden klären ihre Werte, ihr Menschenbild und ihr Verständnis von Verantwortung. Sie untersuchen, wie sich ihre Überzeugungen in Entscheidungen, im Umgang mit Widerspruch und in der Übertragung von Verantwortung ausdrücken. Daraus entwickeln sie ein persönliches Führungsleitbild mit konkreten Verhaltensbeispielen. Die kreative Umkehrung einer Fragestellung macht sichtbar, welche Kommunikationsweisen Beteiligung erschweren und wie sich daraus ermutigende Handlungsalternativen ableiten lassen.
  • Selbstbild und wahrnehmbare Wirkung – Untersucht wird das Verhältnis zwischen dem eigenen Selbstverständnis und der Wirkung auf andere. Sprache, Körpersprache, emotionale Reaktionen und der Umgang mit Kritik werden als Bestandteile persönlicher Darstellung reflektiert. Gesprächsübungen und verhaltensbezogenes Feedback helfen, Absicht und Wirkung zu unterscheiden. Kreative Formulierungsvarianten und das Kommunikationsspiel „Ja, und“ eröffnen Möglichkeiten, klar zu sprechen, Ideen aufzugreifen und das Gegenüber einzubeziehen.
  • Kreativität und konzeptionelles Denken – Die Teilnehmenden üben, Beobachtungen zu ordnen, zugrunde liegende Probleme zu erkennen und aus unterschiedlichen Perspektiven Lösungsansätze zu entwickeln. Aus einzelnen Ideen entstehen Konzepte mit einer nachvollziehbaren Zielsetzung und konkreten Handlungsschritten. Stille Ideensammlung mit Weitergabe und eine gemeinsame Konzeptgalerie verbinden eigenständiges Denken mit wechselseitiger Anregung. Ideengewinnung und Bewertung werden getrennt; anschließend werden Vorschläge nach Nutzen und Umsetzbarkeit ausgewählt und weiterentwickelt.
  • Beziehungen, Ermutigung und Zusammenarbeit – Im Zentrum stehen soziale Kontaktfähigkeit, aktives Zuhören und die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zu verstehen. Die Teilnehmenden bearbeiten die Frage, wie Vertrauen, Beteiligung und verbindliche Vereinbarungen entstehen und wie bei ausbleibendem Konsens entschieden werden kann. Kooperative Aufgaben machen Kommunikations- und Entscheidungsmuster erlebbar. Die Auswertung gelungener Zusammenarbeit, ein Wechsel der Arbeitssituation und die bewusste Nutzung vorhandener Stärken dienen als Ansatzpunkte, um festgefahrene Arbeitsweisen zu überprüfen und neue Versuche anzustoßen.
  • Persönliches Profil und Umsetzung im Alltag – Leitbild, Positionierung, Nutzen und Kommunikation werden auf die Führungsrolle bezogen: Wofür stehe ich, welchen Beitrag leiste ich und woran können andere diesen erkennen? Glaubwürdigkeit wird an der Übereinstimmung von persönlichem Anspruch und beobachtbarem Handeln geprüft. Die Teilnehmenden formulieren ihr Führungsprofil und konkrete Entwicklungsschritte. Selbst gewählte Lernziele, kleine Vorhaben und sichtbare Fortschritte unterstützen die Umsetzung. Gegenseitiges Erklären, die Anwendung auf neue Fälle und ein vereinbarter Austausch mit Lernpartnern vertiefen das aktive Lernen.

Seminarmethodik

Kurze psychologische Impulse wechseln sich mit Selbstreflexion, Gesprächsübungen, Gruppenaufgaben und Feedback ab. Kreativitätstechniken, kooperative Spiele und interaktive Lernformen unterstützen die gemeinsame Entwicklung und Erprobung von Ideen.

Das nehmen Sie mit

  • Sie gewinnen ein klareres Verständnis Ihrer Persönlichkeit und entwickeln konkrete Möglichkeiten, Ihre Haltung, Ihre Kompetenzen und Ihre Ideen in der Führung wirksam werden zu lassen.
  • Mehr Klarheit über sich selbstSie erkennen, wie biografische Erfahrungen, persönliche Motive und Überzeugungen Ihr Führungsverhalten beeinflussen.
  • Ein persönliches FührungsleitbildSie formulieren, wofür Sie stehen und wie Ihre Werte im täglichen Handeln erkennbar werden sollen.
  • Ein differenzierteres Bild Ihrer WirkungSie lernen, Selbstbild und Fremdbild abzugleichen und Rückmeldungen für Ihre Entwicklung zu nutzen.
  • Kreative Wege in der KommunikationSie erproben Methoden, mit denen Sie eingefahrene Gesprächsmuster öffnen und gemeinsame Ideen entwickeln können.
  • Mehr Sicherheit im konzeptionellen DenkenSie üben, Herausforderungen zu strukturieren und Ideen in nachvollziehbare Vorhaben zu übersetzen.
  • Impulse für ermutigende FührungSie entwickeln Ansätze, um Stärken sichtbar zu machen, Eigenverantwortung zu fördern und Menschen zur Mitarbeit einzuladen.
  • Methoden für lebendige ZusammenarbeitSie nehmen kooperative Übungen und interaktive Lernformen mit, die Beteiligung, Austausch und gemeinsames Lernen unterstützen.
  • Ein glaubwürdiges persönliches ProfilSie beschreiben Ihren Beitrag als Führungskraft und lernen, Ihre Kompetenzen und Vorstellungen verständlich zu vermitteln.
  • Konkrete Schritte für den AlltagSie erarbeiten einen persönlichen Transferplan mit überschaubaren Vorhaben, beobachtbaren Fortschritten und einem Austausch mit Lernpartnern.

Für wen das Seminar gedacht ist

  • Das Seminar richtet sich an Menschen, die Führungsverantwortung tragen und sich mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Haltung und ihrer Wirkung auf andere auseinandersetzen möchten. Angesprochen sind Geschäftsführer, Bereichs- und Abteilungsleiter sowie Team- und Projektverantwortliche, die ihre Zusammenarbeit mit Menschen bewusster gestalten wollen.
  • Ebenso eignet sich das Seminar für Nachwuchsführungskräfte, die ein eigenes Führungsverständnis entwickeln und ihren persönlichen Standort klären möchten. Auch Verantwortliche, die ohne formale Vorgesetztenfunktion Menschen zusammenführen, Ideen vermitteln und gemeinsame Vorhaben voranbringen, finden passende Anregungen.
  • Besonders angesprochen sind Menschen, die eingefahrene Denk- und Verhaltensweisen überprüfen, kreative Impulse setzen und andere zur eigenverantwortlichen Mitarbeit ermutigen wollen. Die Bereitschaft zur Selbstreflexion, zum offenen Austausch und zum praktischen Erproben neuer Handlungsmöglichkeiten bildet die wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme.

Organisatorisches

Termin
Nach Absprache
Dauer
2 Tage
Zeiten
täglich ab 08:59 Uhr
Teilnehmer
max. 4 Teilnehmer
Seminarort
Max-Planck-Straße 27, 61184 Karben
Teilnahmegebühr
985 € zzgl. gesetzl. MwSt. pro Person
Referent
Erich Grikscheit

Im Preis enthalten

  • Seminarleitfaden
  • Digitale Dokumentation
  • Seminargetränke

Alle Preise netto, zzgl. gesetzl. MwSt. Seminarzeiten: täglich ab 08:59 Uhr

Häufige Fragen

Was bedeutet persönliches Marketing in diesem Seminar?

Persönliches Marketing bedeutet, die eigene Haltung, Kompetenzen und Ideen bewusst in die Führungsaufgabe einzubringen. Es geht darum, einen erkennbaren Beitrag zu leisten, Orientierung zu geben und die Zusammenarbeit aktiv zu gestalten.

Welche Rolle spielt die eigene Persönlichkeit?

Biografische Erfahrungen, persönliche Motive und Überzeugungen beeinflussen, wie wir führen. Im Seminar reflektieren Sie diese Zusammenhänge und entwickeln ein klareres Verständnis Ihrer Stärken, Verhaltensmuster und Entwicklungsmöglichkeiten.

Ist das Seminar auch für erfahrene Führungskräfte geeignet?

Ja. Gerade vertraute Routinen bieten Ansatzpunkte, um das eigene Führungsverhalten zu überprüfen. Erfahrene Führungskräfte können konkrete Herausforderungen einbringen und neue Perspektiven auf ihre Haltung und Wirkung gewinnen.

Wie wird im Seminar gearbeitet?

Kurze psychologische Impulse wechseln sich mit Selbstreflexion, Gesprächsübungen, Gruppenaufgaben und Feedback ab. Kreativitätstechniken, kooperative Spiele und interaktive Lernformen unterstützen die gemeinsame Entwicklung und Erprobung von Ideen.

Muss ich persönliche Erfahrungen vor der Gruppe offenlegen?

Sie entscheiden selbst, welche Erfahrungen Sie einbringen möchten. Biografische Reflexionen können in Einzelarbeit bleiben; für gemeinsame Übungen lassen sich auch berufliche oder beispielhafte Situationen nutzen.

Was kann ich anschließend im Führungsalltag umsetzen?

Sie nehmen ein persönliches Führungsleitbild, konkrete Kommunikations- und Kreativitätsmethoden sowie Anregungen für ermutigende Zusammenarbeit mit. Ein Transferplan mit überschaubaren Entwicklungsschritten hilft Ihnen, ausgewählte Vorhaben im Alltag zu erproben und Fortschritte zu überprüfen.

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